Stammes Wochenende, November 2017

Das Krümelmonster und die Detektive

 

Etwas später im Jahr als gewohnt ist es am 17. November endlich soweit: Der Bus steht parat, die Kinder trudeln nach und nach ein, die eine fachmännisch mit Trekking-Rucksack, der andere mit Riesen-Rollkoffer, aber alle werden freudig begrüßt, weil alle gut drauf sind: Endlich geht es wieder auf Stammes-WE!

.. und das ist natürlich nur einmal im Jahr.

Wenig später rollt der Bus dann auch schon los; ein letztes Mal Winken, und schon drehen sich die Köpfe weg von den Eltern, die zurück zu den Autos schlendern, und stattdessen richten sich alle Blicke nach vorne, nach Bergneustadt.

Durch das mitgebrachte Kartenspiel ist die Stimmung im Bus gar nicht mau, sondern eher Mau-Mau, besonders, nachdem man sich bei den Regeln einig wird („Nein, Bube auf Bube geht nicht!“). Während der ein oder andere noch seine Freunde auf den neuesten Stand bringt, geht es dann auch schon ans Ausladen des Gepäcks, aus dem Bus direkt ins Zimmer, die sich über die drei Etagen unseres Hauses verteilen.

Nachdem jedes Bett bezogen wurde (diejenigen, die das „gar nicht können“, können das mit Hilfe ihrer Freunde direkt ganz toll), heißt es kickern, abwarten & Tee trinken, während aus all den leckeren Sachen, die jeder mitgebracht hat, das traditionelle Freitagabend-Buffet gezaubert wird.

Nach dem Abendessen geht es dann plötzlich heiß her: Was hat es nur mit dem Brief auf sich, der im Flur auf dem Boden liegt? Und wo ist unsere fleißige Keksbäckerin hin?

Nachdem der Brief laut vorgelesen wurde, ist alles klar: Die Keksbäckerin wurde entführt. Und wer steckt dahinter? Natürlich das fiese und verfressene Krümelmonster. Aber.. an der Tür sind ja gar keine Einbruchsspuren.. ist das Krümelmonster etwa EINER VON UNS?

Wir besprechen alle gemeinsam, was wir tun können, nur der Stuhl der Keksbäckerin bleibt leer. „Wir müssen sie so schnell wie möglich finden!“ Also teilen wir uns in Ermittlungs-Gruppen ein, um Hinweise zu sammeln, wer das Krümelmonster sein könnte; bewaffnet mit Stiften und Blöcken ziehen wir los.

Sind das etwa Krümel vor unserer Haustür? Und wo führen sie denn hin?

Alle Detektive ziehen blitzschnell ihre Jacken und Schuhe an und im Schein zweier Fackeln gehen wir den Krümeln auf die Spur..

Leider verliert sich die Fährte schon nach einigen Metern im Wald, und auch in größerer Umgebung können wir nichts finden.

Zurück in der Einsatzzentrale beschließen wir, dass uns nichts anderes übrigbleibt, als die Keksbäckerin für diese Nacht den verkrümelten Tatzen des Krümelmonsters zu überlassen und im Tageslicht weiter zu fahnden. Also gönnen wir uns – schweren Herzens – etwas

Ruhe. Schließlich müssen wir wach und ausgeruht sein, wenn sich eine neue Spur auftut!

Beim Frühstück werden dann schon wieder die Blöcke gezückt und Verdächtige befragt, Personalien und Alibis aufgenommen. Danach kommt aber die Frage auf, ob eigentlich jeder von uns das Zeug hat, ein richtiger Kommissar zu sein. Haben wir überhaupt genug Muckies, um einen fiesen Verbrecher wie das Krümelmonster festzunehmen? Sind wir überhaupt schnell genug, um es bei einer Verfolgungsjagd einzuholen?

Als Ermittlungsgruppen stellen wir uns also dem Polizeiparcours draußen auf dem Polizeigelände. Natürlich helfen wir uns gegenseitig, denn gemeinsam sind wir stark! Schon bald wird klar: Wer auch immer das Krümelmonster sein mag, es hat keine Chance!

Zurück in der Ermittlungszentrale blüht den Kommissaren dann aber eine böse Überraschung: Jemand hat uns eingeschlossen! Wie kommen wir jetzt nur an den Schlüssel? Und warum liegt da ein halb-gelöstes Puzzle auf dem Tisch.. Ein Schriftzug auf dem Puzzle führt uns zu einem Zettel mit einer Anweisung..

Einige Hinweise, Rätsel, Bibelverse, Zahlencodes und angehauchte Fensterscheiben später halten wir nach einer Stunde endlich den Schlüssel in der Hand. Erleichtert öffnen wir die Tür..

.. aber dahinter erwartet uns schon die nächste Überraschung! Eine Lösekeksforderung des Krümelmonsters, die Buchstaben aus Zeitungen ausgeschnitten! Es fordert Kekse.. das war ja mal wieder klar.. Wir wurden eingeschlossen, damit es in Ruhe die Forderung platzieren kann! Tatsächlich..

Es wird höchste Zeit, das Krümelmonster zu enttarnen. Also verdunkeln wir den Raum und führen Einzelverhöre mit unseren fünf Hauptverdächtigen durch.

Natürlich leugnen alle, das Krümelmonster zu sein. Aber wer lügt?

Der Geistesblitz, der zur Lösung führt, kommt tatsächlich von einem Wölfling: „Welcher Verdächtige bringt denn bitte ein Glas Milch und einen Teller Kekse mit zum Verhör?!“ Typisch Krümelmonster. Denkt immer nur an das Eine: Seine Kekse!

 

 

 

 

 

 

 

So wird Thomas also grummelnd festgenommen und verrät uns – immer nochgrummelnd – wo er die Keksbäckerin Sina gefangen hält: In der Küche!

 

Die Keksbäckerin wird befreit, das Krümelmonster ist überführt, und die geforderten Kekse teilen wir uns – wohlverdient, ebenso wie die Pasta Bolognese zum Abendessen

(gekocht vom Krümelmonster, ein recht gelungener Versuch, sich zu rehabilitieren).

 

 

 

 

 

 

 

Und als abends die lange antizipierten Stufenwechsel stattfinden während eifrig gepuzzled wird und in einem dunklen Raum immer wieder das Dorf einschläft und Werwölfe & Hexen erwachen, wird schon vor dem Abreise-Tag Allen klar:

Ende gut – Alles gut..

.. und wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr!

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