Pfizela’17

Pfingsten ´17

Zauber Tschauber – Abenteuer in Hogwarts – Teil 1

Jedes Jahr an Pfingsten machen unzählige junge Gruppen aus Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sich auf den Weg zu einer Wiese, um dort ein Wochenende gemeinsam zu verbringen, mal ganz weg von den Eltern, weg von der Schule, weg von allen Sorgen. So ist es auch bei uns im Stamm Tradition, weshalb es für viele der Kids gar nichts neues mehr war, oben am Sportplatz in Witzhelden aus dem Auto zu steigen und sich von ihren Eltern zu verabschieden.

 [Die Mutter hatte soeben ein Taschentuch hervorgezogen. „Ron, du hast was an der Nase.“ Der Jüngste versuchte sich loszureißen, doch sie packte ihn und fing an seine Nase zu putzen. „Mum – hör auf.“ Er wand sich los.]

Neu war allerdings der Service… musste man die letzten Jahre noch den Weg zur Wiese zu Fuß zurücklegen, ging es dieses Jahr zunächst mit dem Kopf (und bevorzugter Weise auch dem Rest des Körpers) durch die Wand und dann ab Gleis 9 3/4 im Hogwarts-Express weiter! Ungewohnt schnell und inmitten einer wilden, hektischen Melodie musste man dann gucken, dass man auch alles mitbekam, was so am Fenster vorbeizischte – war das grade etwa ein Dementor, der über uns seine Kreise zieht? Und flattert dort ein einsamer Tarnumhang an einem Ast? Und ist da wirklich Hagrid auf seinem fliegenden Motorrad?! Da wird einem schon etwas mulmig zumute!

[Harrys Augen schmerzten in der kalten Luft, durch die sie sausten, doch er hielt sie weit geöffnet. Einmal meinte er (…) einen Feuerstoß zu erkennen und wandte sich rasch um, denn vielleicht war es ein Drache – aber zu spät.(…) Er war ganz grün im Gesicht (…) als die Karre endlich (…) hielt.] ]

In Hogwarts angekommen stand natürlich erstmal die erste große Versammlung an, die Begrüßungsfeier in der Großen Halle! Und jeder neue Schüler brauchte Mut beim Schritt Richtung Sprechender Hut, der gewissenhaft und mit den üblichen mal nachdenklichen, mal bissigen Bemerkungen jedem das richtige Haus zuwies.

 [„Nicht Slytherin, nein?“, sagte die piepsige Stimme. „Bist du dir sicher? Du könntest groß sein, weißt du, es ist alles da in deinem Kopf, und Slytherin wird dir auf dem Weg zur Größe helfen. Kein Zweifel – nein? Nun, wenn du dir sicher bist – dann besser nach GRYFFINDOR!“]

Dann wandte sich die Aufmerksamkeit der Schüler natürlich denjenigen Schülern und Lehrern zu, die schon länger Hogwarts besuchten: Fred und George Weasley alberten wie üblich mit ein paar Feuerzaubern herum, während die Lehrer würdevoll aufstanden, als Schuldirektor Albus Dumbledore sie kurz & knapp vorstellte. Natürlich hatten alle Schüler schon von bestimmten Schlüsselfiguren gehört: So erntete der fiese Professor Snape so manches Naserümpfen, während Hagrid der Wildhüter den Applaus der Schüler genoss. Professor McGonogall hatte die Sommerpause sichtlich gut getan, sie wirkte um einiges jünger, als viele der Schüler erwartet hatten! Und dann ging es auch schon ans lang ersehnte Essen, ein wahres Festmahl, traditionell unter dem Sternenzelt.

[Harry (wandte) das Gesicht nach oben und sah eine samtschwarze, mit Sternen übersäte Decke. Er hörte Hermine flüstern: „Sie ist so verzaubert, dass sie wie der Himmel draußen aussieht, ich hab darüber in der Geschichte Hogwarts‘ gelesen.“]

[Harry staunte mit offenem Mund. Die Platten vor ihm auf dem Tisch waren überladen mit Essen. Er hatte noch nie so vieles, das er mochte, auf einem einzigen Tisch gesehen (…)]

Nach dem Essen zog es alle Schüler entweder in ihre gemütlichen Gemeinschaftsräume oder zum großen Lagerfeuer auf dem Schlossgelände, an dem noch einige Stunden gesungen & getanzt wurde. Alle waren froh, endlich (wieder) in Hogwarts zu sein. Und so schliefen sie denn auch mit einem erschöpften, aber beseelten Lächeln ein, um Energie für den neuen Tag zu tanken.

[Harry wollte Ron noch fragen, ob er von der Zuckergusstorte gekostet habe, doch in diesem Moment fielen ihm die Augen zu.]

Am Morgen war es dann Pflicht & Freude jedes Schülers, bei der Instandhaltung von Hogwarts mit anzupacken, denn schließlich hatte das Schloss über den Sommer viele Wochen leer gestanden. So widmeten sich schon bald einige junge Zauberer und Hexen unter der Leitung von Ginny, Luna und Dobby, dem Hauselfen, der Restaurierung der traditionellen Flagge von Hogwarts, während ein unscheinbares Duo aus Peter Pettigrew und Professor Quirrell einigen Schülern zeigte, wie man den zugehörigen Mast wieder in Schwung bringt. Zum beiderseitigen Missfallen wurden Draco Malfoy und Harry Potter eingeteilt, einige junge Schüler beim Sammeln von Feuerholz im Verbotenen Wald für die Kamine der Gemeinschaftsräume zu unterstützen.

[Bei diesen Worten stöhnte Neville leise auf und Malfoy blieb wie angewurzelt stehen. „In den Wald?“, wiederholte er, wobei er nicht mehr so kühl klang wie sonst. „Wir können da (…) nicht reingehen – da treibt sich allerlei herum – auch Werwölfe, hab ich gehört.“]

Mit einem wilden Schlenker seines Umhangs schnappte auch Snape sich ein paar Schüler, um mit ihnen den Status des Quidditch-Feldes unter die Lupe zu nehmen. Und während George und Ron Weasley Tische in der Großen Halle ausbesserten, schlichen ihr Bruder Fred und Hagrid (bei dem das unauffällig-sein sichtlich nicht seiner Natur entsprach) sich mit den übrigen Schülern zur Erfüllung eines Geheimauftrags von Professor McGonogall über verschlungene Treppen in den Keller, wobei sie allerlei Werkzeug sowie schwarze und weisse Farbeimer mit sich herumtrugen…

So sah man beim Mittagessen so manchen Farbkleks und jede Menge Sägespäne auf den Gesichtern und der Kleidung der jungen Magier, aber ein jeder von ihnen wirkte glücklich, etwas zum Erhalt der Schule beigetragen zu haben, egal, welchem Haus (und somit welchem Tisch) man nun zugehörig war.

Natürlich galt es nicht nur, Hogwarts in Schuss zu halten, sondern auch, das persönliche Equpiment jedes jungen Zauberers und jeder jungen Hexe auf Vordermann zu bringen. So widmete sich Harry nach dem Mittagessen mit dem alten Freund seines Vaters, Peter Pettigrew, der Aufgabe, dass jeder Schüler einen funktionstüchtigen Zauberstab bei sich haben sollte. Währenddessen kümmerte ein blond-schwarzes Duo aus Malfoy und Snape sich um die Besen der Schüler, natürlich nicht, ohne gehässige Kommentare zu den Besen derjenigen Schüler abzugeben, die nicht zum Hause Slytherin gehörten. Und während Ginny und Dobby den neuen Schülern einen Crash-Kurs in Weissagung gaben, kümmerte sich Professor Trelawney mit einer ebenso verträumten Luna Lovegood darum, dass die Schüler die richtigen Zutaten für ihren Zaubertrankunterricht bei Professor Snape sortierten und kennenlernten.

Beim anschließenden Abendessen gab es dann schon nur noch ein Thema: Das Quidditch-Turnier, das für den heutigen Abend angesetzt war. Welches Haus würde sich durchsetzen? War der Besen des Suchers von Gryffindor wirklich so viel besser als die Besen der Konkurrenz? Und warum wirkten Draco Malfoy und seine Slytherins nur so furchtbar siegessicher; war das nur ihre natürliche Arroganz?

[..die ganze Schule (schien) draußen auf den Rängen um das Quidditch-Feld versammelt zu sein. Viele Schüler hatten Ferngläser mitgebracht. (…) Als Überraschung für Harry hatten sie (…) ein großes Spruchtuch gemacht und „Potter vor – für Gryffindor“ draufgeschrieben. (…) Harry und die anderen aus der Mannschaft (zogen) ihre scharlachroten Quidditch-Umhänge an. (…) Madam Hooch hob ihre silberne Pfeife an den Mund und ließ einen gellenden Pfiff ertönen. Fünfzehn Besen stiegen in die Lüfte empor, hoch und immer höher. Es konnte losgehen.]

Ja, es ging wild zu auf dem Quidditch-Feld in dieser Nacht. Kein Quaffel durchflog die goldenen Ringe, ohne vorher gegen den motiviersten und stärksten Widerstand angekämpft zu haben, den Hogwarts je gesehen hatte. Und der goldene Schnatz wurde – statt nur Aufgabe der Sucher zu sein – gleich im Teamwork gefangen, was dem Team, dem das glückte, meist den Sieg bescherte. Am Ende waren alle gleichermaßen stolz auf ihre Leistung, und Sieger und Verlierer sammelten sich gemeinsam um das Feuer, das warm und einladend unweit des Feldes prasselte, und diskutieren noch bis spät in die Nacht die besten Spielzüge. Was für ein Tag! Und als zu guter Letzt die noch wachgebliebenen Lehrer die Schüler in ihre Schlafsäle schickten, fragten sich alle gleichermaßen, was wohl die zweite Hälfte ihres Schuljahres an Erlebnissen und Abenteuern für sie bereithalten würde.

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