Die DPSG

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist mit mehr als 100.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der katholische Pfadfinderverband in der Bundesrepublik. 1929 gegründet, erlebt die DPSG seit den fünfziger Jahren ein kontinuierlicher Wachstum. Seit 1971 ist sie ein koedukativer Verband für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer. Die DPSG ist über den Ring deutscher Pfadfinderverbände Mitglied in der von Lord Robert Baden-Powell gegründeten Weltpfadfinderbewegung (WOSM), der mit 25 Millionen Mitgliedern größten Jugendorganisation der Welt.

Gemeinsam auf dem Weg

In der DPSG sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam auf dem Weg, jeder und jede Einzelne kann sich einbringen. In Gruppen von Gleichaltrigen erleben Kinder und Jugendliche Gemeinschaft und übernehmen schrittweise Verantwortung für sich und andere einstehen zu können. Dabei helfen ihnen erwachsene Leiterinnen und Leiter, begleiten sie bei ihren Unternehmungen, stärken sie in ihrer Entwicklung und fördern ihre Talente. „Look at the boy“ – achte auf die Begabungen des Einzelnen – war eine der zentralen Forderungen des Gründers der Pfadfinderbewegung. Zusammen mit dem Leitsatz „Learning by doing“ ergibt sich ein Lernen aus Erfahrung, das individuelle Fähigkeiten fördert und gleichzeitig das solidarische Verhalten in der Gruppe schult.

Grundlinien unserer Lebensauffassung

Die Grundlinien unserer Lebensauffassung sind geprägt vom Pfadfindergesetz:

  • Leben in Hoffnung

„Wir wagen den Aufbruch in ein neues Leben, indem wir uns gegenseitig etwas zutrauen und nicht jeder nur für sich handelt.“

  • Leben und Freiheit

„Wir wollen Menschen sein, die sagen was sie denken und tun, was sie sagen. Dabei fordern wir von uns vor großen Aufgaben und in schwierigen Situationen den Mut zum Risiko.“

  • Leben in Wahrheit

„Wir gehen den Dingen und Meinungen auf den Grund und gewinnen so unseren Standpunkt. Wir wollen Menschen sein, auf die man sich verlassen kann.“

Leben in tätiger Solidarität
„Wir erkennen in jedem Menschen unsere Schwester oder unseren Bruder. Wo wir leben, halten wir die Augen offen für Unterdrückung und Benachteiligung.“

Die DPSG versteht sich als ein Verband in der Kirche. Auch wenn viele jungen Menschen den Zwiespalt zwischen sich, dem Anspruch des Evangeliums und dem Erscheinungsbild der Kirche erfahren, suchen sie nach verlässlichen Orientierungen. Die DPSG unterstützt diese Suche und will Mitträger der Hoffnung sein.

„Verlasse die Welt ein bisschen besser,…
…als ihr sie vorgefunden habt!“ Diese Aufforderung Lord Robert Baden Powells ist ein Leitwort für die Mitglieder der DPSG.
Das Engagement für eine bessere Welt fängt dabei im Kleinen an – Pfadfinder leisten Solidarität in ihrer Umgebung. Sie sind „allzeit bereit“, indem sie mit offenen Augen durch die Welt gehen und dort eingreifen, wo es nötig ist. Als Teil einer weltweiten Bewegung setzt die DPSG sich international für Verständigung mit Partnerverbänden vor Ort – etwa in Bolivien, Frankreich oder Israel – ist dabei genau so wichtig wie das Kennenlernen anderer Kulturen bei internationalen Begegnungen.

  • Wölfling (7 bis 10 Jahre)

Wölflinge sind Forscher, Entdecker, Kundschafter und Kritiker. Sie schauen hinter die Dinge, entdecken Unbekanntes und lernen es kennen. Wölflinge finden zu anderen und zu sich selbst: Sie lernen ihre Stärken und Schwächen kennen und bilden sich eine eigene Meinung. Wölflinge erfahren, dass Gott für sie da ist. Im Spiel gebrauchen die Wölflinge ihre Fantasie, finden Freunde und können sich ausprobieren. Wölflinge werden an Entscheidungen beteiligt. So werden erste Akzente gesetzt, sie zu Menschen zu erziehen, die ihr Leben in die Hand nehmen. Wölflinge halten Augen und Ohren offen, um das Leben als Abenteuer zu begreifen.

  • Jungpfadfinder (10 bis 13 Jahre)

Kinder im Jungpfadfinderalter befinden sich auf der Suche nach einer Lebensorientierung. Im Trupp lernen sie, sich auseinander zusetzen, einander zu akzeptieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Dabei steht der Spaß am Zusammensein im Vordergrund.
Schwerpunkt des gemeinsamen Erlebens ist das Abenteuer: Stück für Stück erleben die Mädchen und Jungen ihre Welt und erfahren ihre Grenzen. Sie bestimmen das Truppleben und die gemeinsamen Unternehmungen selbst und gewinnen dadurch eine eigene Sicht der Dinge. Jungpfadfinder in der DPSG lernen, ihre Wünsche umzusetzen und dafür Verantwortung zu tragen.

  • Pfadfinder (13 bis 16 Jahre)

„Wage es, dein Lebensstil zu finden, bekämpfe nicht deine Träume!“, heißt die Aufforderung an Jugendliche im Pfadfinderalter. In ihrem Trupp erfahren sei Rückhalt und werden zugleich herausgefordert, ihre Träume und Ideen umzusetzen.
Im Mittelpunkt stehet das Unternehmen. Ein Unternehmen ist für Pfadfinder ein
– außergewöhnliches Abenteuer
– dessen Zielpunkt neuartig ist
– das alle individuellen Fähigkeiten herausfordert
Beim Unternehmen werden eingetretene Pfade verlassen. Einfallsreichtum und Kreativität zählen. Jeder bringt seine Fähigkeiten ein. Pfadfinderinnen und Pfadfinder lernen, zu ihren Entscheidungen zu stehen.

  • Rover (16 bis 20 Jahre)

Roverinnen und Rover müssen wichtige Entscheidungen für ihre Zukunft treffen. Die Gruppe bietet die Chance, sich in der Auseinandersetzung mit anderen über die eigenen Ziele klar zu werden. Die Entwicklung der Persönlichkeit und das Stärken der Entscheidungsfreude steht jetzt im Mittelpunkt.
Roverrunden bieten Raum für Experimente: Ob im Engagement für eine gute Sache oder auf Reisen – immer haben Roverinnen und Rover die Chance, sich in neuen Situationen auszuprobieren.
Für Rover ist alles denkbar und machbar. Dabei befinden sie sich auf den Spuren Baden-Powells: „Ich habe mich immer daran gehalten, dass (…) es möglich ist das ‚un‘ aus dam Wort ‚unmöglich‘ hinauszuwerfen.“

  • Pfadfinder sein heißt: Sich auf Abenteuer einlassen.
  • Pfadfinder sein heißt: Raus aus der Routine
  • Pfadfinder sein heißt: Verantwortung für sich und andere übernehmen.

Quelle: Plakat der DPSG zum Thema Vorstellen und Öffentlichkeitsarbeit (Jahr: unbekannt)