Der Stamm Gezelin

Die Pfadfinder in Schlebusch

Pfadfinder in St. Andreas gibt es schon seit 1948. Damals hieß der Stamm Armin und gehörte dem Gau Rhein/Wupper an. Der Stamm Armin war zu der Zeit mit 150 Mitglieder der größte Stamm in diesem Gau.

1950 stand die Teilnahme an der Romwallfahrt der DPSG an und 1951 ein Jamboree in Dänemark, bei dem erste internationale Kontakte zu dänischen, schwedischen und französischen Pfadfindern geknüpft wurden.

1960 gab es einen Leitermangel wegen Wegzug, Berufsausbildungen und Auswanderungen.

1984 wurde die Pfadfinderarbeit wieder aufgenommen. Kaplan Jürgen Becker und einige Eltern gründeten den Stamm Gezelin mit dem Ziel, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Kinder zu schaffen und um die Jugendarbeit in St. Andreas wieder aufzubauen.
Was mit einer handvoll Leitern und zwei Kindergruppen begann, entwickelte sich dann ab 1986 unter Betreuung von Kaplan Johannes Günther zu einer wachsenden Gemeinschaft mit bald über 70 Pfadfinder und vor allem engagierten Eltern.

Durch zahlreiche Aktionen konnte bald ein VW-Bus angeschafft werden, in eigener Handarbeit wurden die neuen Jugendräume im HdB gestaltet, ein Instrumentalkreis und eine Band begannen ihre Probearbeit, viele neue Kindergruppen entstanden.

Nach Kaplan Günther übernahm 1989 unser „neuer“ Pastor, Heinz Zöller, die geistliche Begleitung als Kurat.
1990 gehörten zum Stamm Gezelin über 130 Kinder und Jugendliche in 14 Gruppen. Eine fast dreißigköpfige Leiterrunde übernahm die Organisation. Darüber hinaus gab es noch zahlreiche Angebote, wie Teestube, Band, Instrumentalkreis, Basketball,... In den Ferien wurden Wanderungen und Freizeiten angeboten, die schon längst über die Gemeinde hinaus Interesse gefunden haben.

Seit Herbst 1989 bestand eine Partnerschaft mit den Stamm Marcel Callo aus Weimar.
Silvester 1992 wurde mit den Weimarer Pfadfindern und ihren Eltern im St. Andreas Pfarrsaal gefeiert.

Auch im Karneval war der Stamm aktiv. 1990 - 1993 wurde jedes Jahr der 1. Platz im „Schliebijer Zoch“ gemacht. 1990 als „Jecke Jlocke vun St. Andreas“, 1991 mit dem Motto: „Eiertanz um unser Dorp“ und 1993 mit dem Motto: „Vum Märche bis nom Eselsdamm es um de jelle Sack Tamm Tamm“.

Durch Konflikte und Spannungen in der Leiterrunde in den Jahren 1992 und 1993, bei denen ein großer Teil der Leiter den Stamm verließen und auch der damalige Stammesvorsitzende sein Amt niederlegte, reduzierte sich die Zahl der Mitglieder so sehr, daß es keine getrennten Gruppen mehr gab, sondern Jungen und Mädchen zusammengelegt wurden.

Ein Jahr später gab es noch 4 Gruppen, die von 10 Leitern geleitet wurden; zwei Wolflingsgruppen, eine Jungpfadfindergruppe und eine Pfadfindergruppe.

Doch dann bot sich ein neues Problem: mehr als die halbe noch bestehende Leiterrunde studierte!
Es kamen Rover als Mitleiter hinzu und nach einer langen Talfahrt, in der dem Stamm sogar geraten wurde, zu schließen, ging es wieder bergauf.

Mittlerweile haben wieder eine Leiterrunde von 24 Leitern und Mitarbeitern; zwei Wölflingsgruppen, eine Jungpfadfindergruppe, eine Pfadfindergruppe und eine Roverrunde. Wir machen wieder regelmäßig Stammesfahrten und das Altenberger Licht sowie das Pfingstzeltlager gehören zu unseren Aktionen.